Fettige Finger

Nicht bloggen ist auch keine Lösung.



22.04.11

Ich bin umgezogen.

Mal wieder! Jaja, alle Jahre ein neuer Blog. Diesmal solls aber wirklich und so... Gedankenergüsse aller Art findet ihr ab jetzt hier. 

25.10.10

Einheitlicher Bundesreigen - Rückschau

Durch Zufall war ich in diesem Jahr während des Tags der deutschen Einheit (dem 20.!) in der Stadt der offiziellen Feierlichkeiten zu Besuch. Leider hatte ich am zweiten, "richtigen" Tag meine Kamera vergessen, aber hier wenigstens ein paar Schnappschüsse der ordnungsgemäßen Einheitsfeierei: 


Durst kennt keine Grenzen
Deswegen das alles
Devotionalien Recycling
Bundesrad
Bundesrat

Bundesnena 
Als Anekdote(n) wäre noch hinzuzufügen, dass sich auf dem offiziellen Festgelände das Bundesland Hessen mit seinem Festzelt ("An Hessen kommt keiner vorbei") nicht eben mit Ruhm bekleckert hat. Während einige Bundesländer, z.B. Mecklenburg-Vorpommern, mit schnieken Swing-Bands aufwarteten (zudem hörte ich, es gab bei Meck-Pomm guten Kuchen) brachte Hessen den Fanfarenzug von Alsfeld-West mit (oder so). Bayern blockierte dafür mit Alphörnen den ganzen Gehweg, und den größten Stand hatte sowieso Milka mit den eidgenössischen Produkten aus 100% Alpenmilch. Höchstens die Bundesregierung kam dagegen an. Hier wiederum einige Unterschiede zwischen den Ministerien, die auf allerlei Konfliktpotential schließen lassen: Im Verteidigungs-Stand hätte gut eine mittelgroße Aufklärungsdrone Platz gehabt, während Frauen, Familie, Senioren und Jugend trotz viermal mehr Ressorts nur einen kleinen Eckstand bekam. Hat da jemand ein Image-Problem? Und das am Einheitstag! 

06.10.10

Der gläserne Buchdeckel

Naturgemäß besteht die ZEIT-Beilage zur Buchmesse zu einem großen Teil (mitnichtem: dem größten, aber deutlich sichtbar) aus Werbung für die Neuerscheinungen der Saison. Der renommierte HANSER-Verlag lässt sich nicht lumpen und schaltet auffällige halbseitige Anzeigen mit markigen Porträtfotos, und zwar...


 








Die Anzahl Frauen, für die HANSER in diesen sieben Anzeigen Werbung macht, beläuft sich dabei auf die stattliche Zahl von... 



...NULL!

Da es vermutlich einfach nicht genug gute Schriftstellerinnen gibt, habe ich etwas nachgeholfen und Pedro Mairal (hat die längsten Haare) Wimpern angemalt. Wenn man noch den Bart zuhält hat er schon deutlich weiblichere Züge. 








29.09.10

Konsumwünsche, Primaten und Gewissen - ein Umweltpost

Seit Wochen - naja, 3-4, fühlt sich aber länger an - nerve ich meine unmittelbare Umgebung mit den Eindrücken, welche die Lektüre des Buches "Tiere essen" von J.S.Foer in mir hinterlassen hat. Dabei scheint viele Leute am meisten zu verwundern, dass ich mich durch ein einziges Buch so beeindrucken lasse. Für mich war es wohl einfach ein Anstoss, mich endlich mit Dingen zu befassen, die mir sowieso schon irgendwie unter den Nägeln brannten, mit denen zu beschäftigen ich aber zu bequem, zu beschäftigt, zu unwillig war. Nun ist das Kind aber schon in den Öko-Brunnen gefallen, und quasi täglich häufe ich neue Selbstverbesserungsmaßnahmen auf, die meistens anfangen mit "Ich hab gelesen, dass...". 


Also. Ich hab gelesen, dass für die Gewinnung von Palmöl der südostasiatische Dschungel und damit der Lebensraum der Orang-Utangs (unter anderem) zerstört wird, in großem Stil. Von den Folgen fürs Klima ganz zu Schweigen. Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe für fast alles - von Schokolade über Cremes und Waschmittel bis Biosprit (ja, dazu ist gerade ein Artikel in der NEON, ich hatte aber auch schon woanders darüber gelesen).        


Große Abnehmer sind die multinationalen Lebensmittel- und Konsumgüter-Konzerne (Ich mache mir ja schon länger einen Spaß daraus, im Kleingedruckten von Verpackungen zu gucken, von welchem der 3-4 in Frage kommenden Namen ich gerade etwas kaufe).


Und dann will ich mir heute nach der Arbeit was gutes tun. Suche leckeres Duschgel und pflegende Lotion, die mich zart und geschmeidig machen (sollen). Und stehe da vorm Regal und die Hand wandert von einer Verheißung zur nächsten. Und dann der prüfende Blick auf die Rückseite: Oh nein! Das große böse "U" für Unilever. Will ich wirklich einem weiteren Großkonzern mein sauerverdientes Geld in den Rachen werfen? Mit besserem Gewissen, aber einem Seufzer des Verdrusses, dass nicht die neue Superduschcreme von Dove, die mein Leben so offensichtlich besser gemacht hätte, mit mir nach Hause geht, trotte ich zur Kasse. 


Nun habe ich gleich den Nachgucker gemacht: Unilever bemüht sich bereits, soviel steht fest. Dass diese Mühe zu einem großen Teil mit Marketing zu tun hat, steht außer Frage. Trotzdem: Auf der Unilever-Startseite springt mich ALS ERSTES das Thema Klimaschutz an, und auch die Seite zum Thema Palmöl ist nicht schwer zu finden. Da lese ich: Seit Ende 2008 bemüht man sich, den Anteil von zertifiziertem Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu erhöhen - 2015 sollen es 100% sein. Das Problem dabei ist wohl auch, dass es noch gar nicht so viel nachhaltigen, zertifizierten Anbau gibt. So jedenfalls Unilever.


2015... das ist ja noch ne Weile. Das heißt dann wohl: Adieu Shampoo, das meine Haare so schön weich macht. Oder vielleicht nur noch ab und zu...? Ach, Umweltschutz macht manchmal keinen Spaß!!



09.09.10

C'est bon

Nach langer Blogpause gibt's heute wenigstens mal wieder was zu gucken... Sonniger September an der Seine. Mit roten Rosen. Jaja.





17.08.10

Selbstentlarvung, gekonnt

Mal wieder in der Supermarktschlange: Mein Blick fiel aufs Zeitschriftenregal mit den "Frauen"-Produkten genau auf Augenhöhe. Die übliche Mischung aus Mode, Kosmetik, Diät, schlechtem Gewissen und vielen wohlmeinenden Ratschlägen. Und dann sah ich den Volltreffer! Die Glamour titelt: 



WAS IST JETZT SCHÖN? (???)

Könnte man das Dilemma der Schönheit besser zusammenfassen? Scheint mir irgendwie... relativ zu sein, oder? Leider habe ich die Zeitschrift nicht gekauft. Was bedeutet, dass ich euch leider nicht sagen kann, was (jetzt) schön ist. Tja... Müssen wir uns wohl selbst was überlegen! 

09.08.10

Idylle im Glas

Schon immer war ich fasziniert von Miniaturen, ganz besonders, wenn daraus ganze kleine Welten entstanden - Puppenhäuser, Modelleisenbahnen, Guckkästen, Dioramen, Marionettenbühnen... je mehr Liebe zum Detail, desto besser. Vielleicht weil die Verkleinerung die Dinge auf den ersten Blick so harmlos, niedlich und überschaubar erscheinen ließ. Und auf den zweiten Blick oftmals abgründig - der sprichwörtliche Teufel im Detail... zum Beispiel, wenn es sich um Dioramen in Museen handelte, die in verspielter Modelleisenbahn-Optik den D-Day nachstellten oder eine blutige Schlacht um Rom. Diese Abgründigkeit von Miniaturen macht sich zum Beispiel das Künstlerduo Martin und Munoz formidabel zu eigen... (bei denen denke ich mir immer, wieso bin ich da nicht - zuerst - drauf gekommen!). 

Aber zum Glück habe ich liebe und kreative Freundinnen - von einer solchen bekam ich zum Geburtstag eine kleine Glas-Idylle geschenkt - "It's a wonderful world...". 

Hier ist dann gar nichts mehr abgründig oder unheimlich, sondern einfach nur niedlich und schön... nicht wahr? Oder... mhmmm...